Nr. 22 – 3. 11. 1797

Foren Lindenbriefe Morsbroich Nr. 22 – 3. 11. 1797

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    3. 11. 1797

     

    Hochwürdig Hochwohlgebohrener Freiherr,

    Insonders Hochzuverehrendster Herr Landkommenthür

    Hochgebietend-Gnädiger Herr!

     

    In der unterthänigen hofnung, daß Euer Hochwürden Exzellenz mein gehorsamster Bericht vom 23n. v.M. zu hohen Gnade gekommen seyn wird, habe ich die Gnade, Hochdenenselben den Monats Statum 8bris. zur gnädigen Einsichte, unterthänig beizufügen.

    Im gleichen solle zur gnädigen Einsichte kopeilich anschließen, was Hr. Richter Schall, in betref deren rückständigenTafel-Gelder wegen des dahier logirt geweßenen Majors-Staabs, mir rückgeantwortet hat. ich hab demselben hierauf

    schriftlich erwidert, daß ich zware stündlich bereit seie, die vom Amte anerbotene Helfte sotaner Gelder einsweilen, jedoch anderst nicht, als in abschlag zu acceptiren, indeßen aber von dem am 3n. 7ber. gethätigten Vertrag, kein Haarbreit, und zwarn um so weniger abgehen könte, noch würde als die Steürräthliche Verordnung austrücklich wolle, daß es bei diesem Vertrag einsweilen zu belaßen

    seie. Obgleich diese Sache Sonnen klar ist, so werde ich doch noch die nähere Bestimmung der Steür Commission darüber, geduldig abwarten müssen.

    Ohnlängst hatte ich die Gnade, unterthänig zu berichten, daß aufm Schlangenhecker Höfgen einige kleine reparationen /: worunter auch einige an dasigen Stallungen neü zu machende Thüren mitbegriffen :/ nötig seien. Hochdieselben befahlen hierauf Gnädig, solche bis auf eine andere Zeit zu Verschieben. Da nun aber der Halfen vor einigen Tägen 2 Charretiers (Fuhrmänner) mit 8 Pferden zur Einquartierung bekommen, und genötiget werden wolte, sein eigenes Viech aus denen mit Thüren noch versehenen Ställen herauszutreiben, um solche den Wagen-Pferden einzuräumen, so hab auf wiederholtes Anstehen des Halfen, demselben, in rucksicht der dringenden Notdurft 6 schlechte eichen bretter zukommen laßen, um daraus 4 neüe Stall-Thüren machen zu laßen. Mit dem Abzuge des Majors-Staabs, ist Hochdero dahießige Behausung, noch immer Einquartierung frei. Der

    Comandant hält noch wort, ich hoffe, daß es so continuiren wird.

    Zu Euer Hochwürden Exzellenz morgigen hohen Nahmens Feier habe ich die Gnade, mein unterthäniges Kompliment andurch zu machen, und den gehorsamst aufrichtigsten Wunsch beizufügen, daß der Allwaltende Hochdieselben noch eine lange reihe solcher Tagen, zum Trost aller Hochdero untergebenen, in Friede und in dem erwünschtesten wohlseyn wolle zubringen laßen

    Womit zu Beibehaltung in Hohen Gnaden mich ganz unterthänig empfehle, und in tiefester Ehrforcht ersterbe

     

    Morsbroich am 3n. 9ber.1797

     

    Ewer Hochwürden Eczellenz

     

     

    Unterthänig-treü-gehorsamster

    Diener Linden

     

     

    In dem Brief vom 3.11.1797 berichtet Johann Peter Linden, seinem Herrn von Forstmeister, von den zu Unrecht geforderten Tafelgeldern, die von der Gemeinde für die Verpflegung des einquartiert gewesenen Majors und seiner Stabsoffiziere berechnet wurden. Er will jedoch noch die näheren Bestimmungen der Steuerkommission abwarten, bevor er sich beschweren will. Des Weiteren berichtet Linden von den zu machenden Reparaturarbeiten an den Stalltüren des Schlangenhecker Hofes. Da der Halfen gezwungen war ,seine mit Stalltüren versehenen Pferdeställe durchreisenden Fuhrleuten zu überlassen, sollen jetzt an allen Ställen Türen angebracht werden. Zum Abschluß des Briefes sendet Johann Peter Linden seinem Herrn noch die besten Wünsche für seinen morgigen Namenstag.

    Wir haben hier einen der wenigen Originalbriefe des Verfassers Linden vor uns, was sich aus den formalen Merkmalen insbesondere der letzten Seite ablesen lässt.

    [Hier könnte man eventuell die letzte Seite kopieren und erläutern, die Großschreibung aller Begriffe, die etwas mit dem Adressaten, der als Adliger in der gesellschaftlichen Rangfolge deutlich über dem Morsbroicher Verwalter steht, ebenso der Respektsabstand oder die Kleinschreibung des ich selbst am Satzanfang bzw. auch die Vermeidung.]

    #762

    Letzte Fassung!

     

    Nr. 22                                                                                           1797 November 3

     

    In dem Brief berichtet Linden dem Landkomtur von den zu Unrecht geforderten Tafelgeldern, die von der Gemeinde für die Verpflegung des einquartiert gewesenen Majors und seiner Stabsoffiziere berechnet wurden. Er will jedoch noch die näheren Bestimmungen der Steuerkommission abwarten, bevor er sich beschweren will. Linden hat für die notwendigen Reparaturarbeiten an den Stalltüren des Schlangenhecker Hofes Bretter dazugegeben. Da der Halfen gezwungen war, seine mit Stalltüren versehenen Pferdeställe den Fuhrleuten der französischen Truppen zu überlassen, sollen jetzt an allen Ställen Türen angebracht werden. Zum Abschluss des Briefes sendet Johann Peter Linden seinem Herrn noch die besten Wünsche für dessen morgigen Namenstag.

     

     

     

    Hochwürdig Hochwohlgebohrener Freiherr, insonders ochzuverehrendster Herr Landkommenthur, hochgebietend gnädiger Herr!

     

    In der unterthänigen Hofnung, daß Euer Hochwürden Exzellenz mein gehorsamster Bericht vom 23n. v.M. zu hohen Gnade gekommen seyn wird, habe ich die Gnade, Hochdenenselben den Monats Statum 8bris. zur gnädigen Einsicht unterthänig beizufügen. Imgleichen soll zur gnädigen Einsicht kopirlich anschließen, was Hr. Richter Schall, in Betref deren rückständigenTafelgelder wegen des dahier logirt gewesenen Majors-Staabs mir rückgeantwortet hat. Ich hab demselben hierauf schriftlich erwidert, daß ich zwar stündlich bereit sei, die vom Amte anerbotene Hälfte sotaner Gelder einsweilen, jedoch anderst nicht, als in Abschlag zu acceptiren, indessen aber von dem am 3n. 7ber. gethätigten Vertrag kein Haarbreit und zwarn um so weniger abgehen könnte, noch würde als die steurräthliche Verordnung austrücklich wolle, daß es bei diesem Vertrag einsweilen zu belassen sei. Obgleich diese Sache sonnenklar ist, so werde ich doch noch die nähere Bestimmung der Steur-Commission darüber geduldig abwarten müssen.

    Ohnlängst hatte ich die Gnade, unterthänig zu berichten, daß aufm Schlangenhecker Höfgen einige kleine Reparationen /: worunter auch einige an dasigen Stallungen neu zu machende Thüren mitbegriffen :/ nötig seien. Hochdieselben befahlen hierauf gnädig, solche bis auf eine andere Zeit zu verschieben. Da nun aber der Halfen vor einigen Tagen 2 Charretiers  mit 8 Pferden zur Einquartierung bekommen und genötiget werden wollte, sein eigenes Viech aus denen mit Thüren noch versehenen Ställen herauszutreiben, um solche den Wagenpferden einzuräumen, so hab auf wiederholtes Anstehen des Halfen demselben in Rucksicht der dringenden Notdurft 6 schlechte Eichenbretter zukommen lassen, um daraus 4 neue Stallthüren machen zu lassen. Mit dem Abzug des Majors-Staabs ist Hochdero dahiesige Behausung noch immer Einquartierung frei. Der Comandant hält noch Wort, ich hoffe, daß es so continuiren wird.

    Zu Euer Hochwürden Exzellenz morgigen hohen Namensfeier habe ich die Gnade, mein unterthäniges Kompliment andurch zu machen und den gehorsamst aufrichtigsten Wunsch beizufügen, daß der Allwaltende Hochdieselben noch eine lange Reihe solcher Tagen zum Trost aller hochdero Untergebenen in Friede und in dem erwünschtesten Wohlseyn wolle zubringen lassen.

    Womit zu Beibehaltung in Hohen Gnaden mich ganz unterthänig empfehle und in tiefester Ehrforcht ersterbe

     

    Morsbroich am 3n. 9ber.1797

     

    Euer Hochwürden Eczellenz unterthänig treu gehorsamster

    Diener Linden

     

     

    Wir haben hier einen der wenigen Originalbriefe des Verfassers Linden vor uns, was sich aus den formalen Merkmalen insbesondere der letzten Seite ablesen lässt.

    [Hier könnte man eventuell die letzte Seite kopieren und erläutern, die Großschreibung aller Begriffe, die etwas mit dem Adressaten, der als Adliger in der gesellschaftlichen Rangfolge deutlich über dem Morsbroicher Verwalter steht, ebenso der Respektsabstand oder die Kleinschreibung des ich selbst am Satzanfang bzw. auch die Vermeidung.]

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